intifada 26
Venezuela zwischen Radikalisierung und Bürokratisierung
Von Margarethe Berger

Nach Jahren der Bestätigung in Wahlen hat die Chávez-Regierung im Dezember 2007 erstmals eine Niederlage beim Referendum über eine Verfassungsänderung erlitten. Im November 2008 stehen Regionalwahlen bevor, deren Ausgang keineswegs so gewiss ist, wie das in den Jahren zuvor angenommen wurde. Wo steht der bolivarianische Prozess nach zehn Jahren seines Bestehens?

intifada 26
Zur anhaltenden Aggression der USA
Von Jost Kaschube

Der UN-Sicherheitsrat hat den Iran erneut aufgefordert, die Anreicherung von Uran und damit sein Atomprogramm zu suspendieren. Die Mächte, die den Iran seit Jahren drangsalieren - USA, EU, Deutschland, England, Frankreich, Russland, und nolens volens China - hatten Teheran im Gegenzug angeboten, die Beantragung neuer UN-Sanktionen für sechs Wochen auszusetzen.

intifada 26
Zum Tad des Dichters Mahmoud Darwish
Von Mohammad Aburous

Am 9. August 2008 starb der palästinensische Dichter Mahmoud Darwish bei einer Herzoperation. Poltisch sehr umstritten, poetisch einer der höchstrangigen modernen arabischen Dichter, ist mit seinem Tod eine Symbolfigur der arabischen, aber vor allem der palästinensischen Kulturbewegung von uns gegangen.

intifada 26
Die Neutralisierung des sunnitischen Widerstands
Von Wilhelm Langthaler

Washington feiert den Erfolg seiner temporären Truppenaufstockung im Irak, genannt "surge". Der starke Rückgang der militärischen Aktivitäten gegen die US-Truppen sowie die danach erfolgte leichte Reduzierung der Truppenbestände kann jedenfalls nicht geleugnet werden. Die Akkordierung eines Teilrückzugs steht in Aussicht. Nun gelte es noch, dem schiitischen Störenfried Muqtada as Sadr die Flügel zu stutzen und damit auch dem iranischen Erzfeind Einhalt zu gebieten. Und schwups wäre das Fiasko "regime change" zur Erfolgsgeschichte verwandelt.

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Konfessionalismus und antiimperialistischer Widerstand im Libanon
Von Wilhelm Langthaler

Der Libanon ist einer der Brennpunkte des antiimperialistischen Widerstands. Vor zwei Jahren gelang es der Hizbullah in sensationeller Weise, den israelischen Angriff zu parieren. In der Folge forderte die Koalition des Widerstands angesichts ihres gewachsenen politischen Gewichts die Beteiligung an der Macht. Doch die prowestliche Regierung weigerte sich starrköpfig. Erst durch eine überwältigende militärische Machtdemonstration der Hizbullah in Beirut im Frühjahr 2008 konnte die Konfrontation zugunsten der Opposition gelöst werden.

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Rede zum Jahrestag der Nakba
Von Peter Melvyn

Anläßlich des 60. Jahrestages der Nakba, der gewaltsamen Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat hat Peter Melvyn eine Rede gehalten. Er ist Aktivist der Jüdischen Stimmen für einen gerechten Frieden und setzt sich in diesem Rahmen. In diesem Rahmen möchten wir die Rede in schriftlicher Form wiedergeben.

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Der ILO-Bericht zur Lage in den besetzten Gebieten
Von Peter Melvyn

Auszüge und Kommentare zum Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation über die "Lage der ArbeiterInnen in den besetzten arabischen Gebieten", Internationale Arbeitskonferenz, 96. Sitzung, 2007.

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Die Haifa-Konferenz zur Einstaatenlösung
Von Mohammad Aburous

In Haifa fand ein außergewöhnliches Zusammentreffen statt. In dieser Stadt wurde eine Konferenz zur Frage der Einsaatenlösung abgehalten, die weit über die Region hinaus Ausstrahlungskraft hatte. Bloß eine weitere Gedenkveranstaltung zur Nakba oder eine Kurskorrektur der palästinensischen Befreiungsbewegung?

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Editorial
Von der Redaktion

In der vorliegenden Ausgabe der "Intifada" beschäftigen wir uns in alter Tradition mit den Brennpunkten des antiimperialistischen Widerstands sowie seinen geopolitischen Implikationen und Auswirkungen auf Europa. Gegenwärtig laufen die Bruchlinien des "American Empire" an einem neuralgischen Punkt zusammen, namentlich dem Iran. Bei seinem Versuch den Widerstand in der islamischen Welt in die Knie zu zwingen und seinen nebulösen Plan vom "Greater Middle East" zu realisieren, stößt Washington allerorts auf das Hindernis Teheran.

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Eine Bilanz des Befreiungskampfes
Von Ahmad Saadat

60 Jahre sind seit der Gründung des Staates Israel vergangen und mehr als 100 Jahre seit dem Beginn des Kampfes zwischen der zionistischen Bewegung und der palästinensischen Nationalbewegung. In diesen Jahrzehnten konnte Israel bedeutende Erfolge erringen. Es gelang ihm die restlichen palästinensischen Gebiete 1967 zu besetzen und seine politischen, militärischen und ökonomischen Möglichkeiten zu entwickeln. Seine Rolle hat sich gewandelt von einem Instrument und marginalen Partner im imperialistischen Projekt zum Hauptpartner der imperialistischen Führungsmacht in der Phase der Globalisierung. Es gelangen ihm auch bedeutende Einbrüche in die Konfrontations- und Kampffront gegen sein imperialistisches und rassistisches Siedlungs- und Vertreibungsprojekt: Angefangen mit dem Rückzug Ägyptens, der größten arabischen Macht aus dem Kampf, der Unterzeichnung des Camp David-Abkommens 1979, sowie der ägyptischen Anerkennung Israels und der Normalisierung der Beziehungen mit ihm. Diesem Einbruch folgten die Unterzeichnung des Oslo-Abkommens zwischen der Führung der PLO und Israel (1993), das Wadi-Arabe-Abkommen zwischen Jordanien und Israel (1994) und zuletzt die kollektive arabische Bereitschaft zur Anerkennung Israels und der Normalisierung der Beziehungen mit ihm durch die Arabische Initiative (2007).

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