Zehn Jahre zweite Intifada

Von Margarethe Berger

Zehn Jahre sind seit dem Ausbruch der Zweiten Intifada im Herbst 2000 vergangen. Seine brutale Niederschlagung durch die israelische Armee hat die Solidaritätsbewegung in Europa auf den Plan gerufen. Die erste Nummer der Zeitschrift intifada erschien Ende des Jahres 2000. Ihr Ziel war es, der palästinensischen Sache im deutschsprachigen Raum eine Stimme zu geben.

Die 32. Nummer unserer Zeitschrift widmet sich schwerpunktmäßig einer Bilanz von zehn Jahren Aufstand der Palästinenser/innen. Die Situation der Widerstandsbewegung ist heute komplexer denn je, an der Notwendigkeit des Widerstandes hat sich jedoch nichts geändert. Diese Botschaft sollte der Solidaritätsbewegung im Westen als Maßstab gereichen.

In dieser Nummer bilanziert Mohammad Aburous zehn Jahre palästinensische Aufstandsbewegung. Ismael Haniye, Premierminister in Gaza, spricht im Interview über die aktuelle Situation und die Perspektiven der Hamas. Aus dem Libanon berichten wir über das linke Medien-Projekt Al Akhbar. Redakteur Khaled Saghyeh erklärt die Linie der erfolgreichen Tageszeitung, die den Widerstand unterstützt und sich gegen das US-Projekt im Nahen Osten richtet. Wilhelm Langthaler analysiert den Abzug der US-Truppen aus dem Irak, der keiner war, vor dem Hintergrund der Wahlen und der Entwicklung des Widerstandes. Er berichtet zudem über das Referendum in der Türkei. Wahlen gab es auch in Venezuela. Gernot Bodner untersucht ihre Bedeutung für den bolivarianischen Prozess, während Sebastian Baryli das Ergebnis der Gemeinderatswahlen in Wien interpretiert. 200 Jahre mexikanische Unabhängigkeit geben Anlass zu einer Reflexion über die Konstruktion der mexikanischen Nation, die Oralba Castillo Nájera anstellt, während Albert F. Reitterer über die Krise und ihre Hintergründe und Stefan Hirsch über den Aufstieg Chinas nachdenken.