Gaza

Footnotes in Gaza

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Von Tamara Rennein

Anhand seines jüngsten Comics veranschaulicht der Graphic-Novelist Joe Sacco, dass die vermeintlich unscheinbaren Fußnoten der Geschichte die Gegenwart oft maßgeblich mitbestimmen.

Nach seinen bereits 1993 veröffentlichten Einzelcomics und darauf folgenden Graphic-Novels über den Krieg im ehemaligen Jugoslawien kehrt Joe Sacco mit seinem jüngsten Comic thematisch wieder zurück nach Palästina. Während jedoch Palestine, Saccos erster Nahost-Band, einen umfassenden Überblick zu Entstehung und Fortgang des Konflikts bietet, legt der Comiczeichner in Footnotes in Gaza verstärkt Augenmerk auf die unscheinbaren Begebenheiten im Alltag der in Gaza lebenden palästinensischen Bevölkerung.

„Die palästinensische Einheit ist das Wichtigste“

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Maryam Abu Dagga im Gespräch

Dr. Maryam Abu Dagga ist eine PFLP-Aktivistin aus dem Gazastreifen. Vom israelischen Staat mit 15 Jahren ins Gefängnis geworfen, wurde sie bis nach Bulgarien ins Exil getrieben, wo sie ihr Medizinstudium abschloss. Später gelang ihr die Rückkehr nach Gaza. Ihre derzeitige Arbeit konzentriert sich auf palästinensische weibliche Gefangene. Die Intifada interviewte sie während ihrer Beteiligung am 9. Internationalen Symposium gegen Isolation in Wien am 4.-5. Dezember 2010.

intifada: Welche Eindrücke haben Sie von der europäischen Solidaritätsbewegung?

Maryam Abu Dagga: Die Menschen in Europa haben sich verändert, ihre Meinung zu Palästina hat sich positiv gewandelt. Früher war die israelische Propaganda überwältigend, die Realität wurde der westlichen Öffentlichkeit vorenthalten. Doch im letzten Krieg und im Angriff auf die Mavi Marmara offenbarten der Imperialismus und der Zionismus ihr wahres Gesicht und das hilft meinem Volk.

intifada: Wie sind die Beziehungen der PFLP zur Fatah und Hamas?

„Nationale Einheit wiederherstellen“

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Hamas-Führer Ismael Haniye spricht über seine politischen Perspektiven

Das politische Programm der Hamas und ihre Haltung zu den anderen Fraktionen der palästinensischen Nationalbewegung erläutert Haniye im intifada-Interview.

intifada: Was ist das politische Programm der Hamas?

Zwischen Hammer und Amboss

intifada 30
Ägypten vervollständigt die Gaza-Blockade
Von Mohammad Aburous

Der Würgegriff um den belagerten Küstenstreifen wird noch enger: Ägyptens Politik nahm Ende 2009 mit der direkten Blockade von Hilfslieferungen eine qualitative Wende.

Die von Israel verhängte Blockade hat bisher etwa fünfhundert Menschen das Leben gekostet, die in direktem Zusammenhang mit dem Mangel an medizinischer Versorgung starben. Der Gazastreifen liegt großteils noch in Trümmern, weil Israel unter anderem die Zufuhr von Baumaterialien verhindert. Die lebenswichtigsten Materialien erreichen Gaza über Tunnel, die unter der ägyptischen Grenze verlaufen. Nun will Ägypten eine Stahlmauer entlang der Grenzen mit dem Gazastreifen bauen, die tief in den Boden hineinreicht, um die Untertunnelung zu verhindern.

Die inner-palästinensische Versöhnung

Gaza muss sprechen dürfen

intifada 26
Zur Schmutzkampagne des DÖW und der IKG
Von Gunnar Bernhard

Im Mai 2008 erreichte der propagandistische Vernichtungsfeldzug der österreichischen Scharfmacher des Imperialismus gegen jede Opposition wieder einmal neue Dimensionen, anhand derer sich auch zeigte, wie einflussreich diese Gruppierungen mittlerweile sind.

Einerseits wurde Anfang Mai auf der Universität Wien die so genannte "Stop-the-bomb"-Konferenz, der vorläufige Höhepunkt der gleichnamigen, von den primitiven Kulturkriegern des "Café Critique" initiierten antiiranischen Kampagne, abgehalten. Auf dieser Veranstaltung wurde weitgehend unwidersprochen, großteils sogar unter begeistertem Applaus, ein atomarer Erstschlag der USA und/oder Israels gegen den Iran gefordert.

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