Indien

Adivasi trommeln gegen Globalisierung

intifada 33
Sumud auf Fact-Finding bei den indischen Ureinwohnern
Von Wilhelm Langthaler

Im Februar 2011 reiste eine Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten der antiimperialistischen Voluntärsvereinigung Sumud in jene Gebiete Indiens, in denen der Widerstand der Ureinwohner am stärksten ist.

Die Mission führte in die südöstlichen Gliedstaaten Chhattisgarh, Jharkhand, Andhra Pradesh und Westbengalen. Höhepunkt war ein Besuch in Dantewada im Süden Chhattisgarhs, das von den indigenen Rebellen kontrolliert wird. Das geschah auf Einladung der lokalen Organisation Tudum Debba (Adivasi Drum). Wir wurden dabei von Rechtsanwälten des Andhra Pradesh Civil Liberties Committee (APCLC) begleitet.

Bei den Genossen im Wald

intifada 31
Was hinter dem Krieg Indiens gegen seine Ureinwohner steckt
Von Arundhati Roy

Die indische Regierung hat das Siedlungsgebiet der Ureinwohner zur Ausbeutung durch Privatunternehmen freigegeben. Die Ureinwohner müssen weg.

Im Dschungel breitet sich ein tödlicher Krieg aus, auf den die indische Regierung stolz ist und den sie trotzdem zu verbergen trachtet. In den Wäldern stehen sich Kräfte gegenüber, die kaum unterschiedlicher sein könnten: auf der einen Seite ein riesiges Heer aus Paramilitärs, das über Geld, Waffen, Medien und die Überheblichkeit einer Supermacht in spe verfügt; auf der anderen Seite einfache Dorfbewohner mit traditionellen Waffen, hinter denen eine gut organisierte, hoch motivierte Partisanenarmee mit einer erstaunlichen Geschichte bewaffneter Aufstände steht.

Naxaliten in Bedrängnis

intifada 30
Indiens Krieg gegen seine autochthone Bevölkungerung
Von Jonas Hofer

Indien startete im November 2009 eine Militäroffensive mit 70.000 Soldaten gegen die „größte innere Bedrohung seit es das Land gibt“, so Ministerpräsident Singh.

Die Militäroperation „Green Hunt“ soll zwei Jahre andauern und betrifft weite Teile Ost- und Zentralindiens. Diese Regionen sind seit Jahrtausenden die Heimat der 70 Millionen Adivasis, der autochthonen Bevölkerung Indiens. Sie konnten wie insgesamt zwei Drittel der indischen Bevölkerung an dem wirtschaftlichen Aufschwung ihres Landes in keiner Weise teilhaben. Im Gegenteil: Bereits über zehn Millionen Adivasis wurden „umgesiedelt“, um Platz für die Staudämme, Bergwerke und Industrieanlagen der internationalen Konzerne zu machen.

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