intifada 35

Ein Hindernis für die Demokratie

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Fouad Ibrahim ist ein bekannter Oppositioneller und Schriftsteller aus dem schiitischen Osten Saudi-Arabiens. Er lebt im Londoner Exil und engagiert sich beim Aufbau einer nationalen demokratischen Opposition. Im März 2012 hielt Fouad Ibrahim in Wien einen Vortrag über die aktuellen politischen Entwicklungen in seinem Land, den Mohammed Aburous für die „Intifada“ zusammengefasst hat.

Der arabische Frühling hat auch im wahhabitischen Königreich zu Protesten geführt. Sie waren im ganzen Land zu spüren, im Osten jedoch eskalierten sie als offene Straßenproteste. Dieser Widerstand hat eine lange Geschichte.

Der Kuwait-Krieg

„Human-Kapital“

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Von Albert F. Reiterer

I. Globale Einkommensdifferenzen und ihre Schatten in Österreich

Die Erpressung zurückweisen

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Von Wilhelm Langthaler

Gedanken zu den zugrunde liegenden Ursachen der gegenwärtigen Krise, der Verfangenheit der kapitalistischen Oligarchie und Ansätzen einer Lösung

Die Systemmedien und die von ihnen geprägte öffentliche Meinung verlieren sich meist in Einzelfakten. Wenn sie zu einem Gesamtbild kommen, dann schwankt das zwischen zyklischem Abschwung und Zweckoptimismus. Die Idee einer systemischen, also grundlegenden Krise wird durchwegs abgewehrt.

Antizionistisches Netzwerk im Aufbau

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Konflikte über arabische Volksbewegungen und Geopolitik als Herausforderung
Von Wilhelm Langthaler

Das Antiimperialistische Lager (mit seiner österreichischen Gruppe „Antiimperialistische Koordination“, AIK) gehörte zu den ersten Organisationen in Europa, die sich dem „Globalen Marsch nach Jerusalem“ (GMJ) anschlossen und für ihn Kampagne führten. Nun, nach Abschluss der Aktivitäten ist es Zeit, öffentlich Rechenschaft abzulegen und die nächsten Schritte zu überlegen.

Als ganzes betrachtet ziehen wir eine positive Bilanz. Die GMJ-Initiative erfüllte ihre Aufgabe, nämlich die andauernde Vertreibung der Palästinenser von ihrem Land und die fortgesetzte koloniale Expansion ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Das wurde durch die internationale Mobilisierung am Tag des Bodens, dem 30. März, erreicht. Schwerpunkt dabei war das besetzte Palästina selbst: Jerusalem, Gaza, das Westjordanland und auch die 1948 besetzten Gebiete, die heute Israel bilden – nicht zu vergessen die palästinensischen Flüchtlinge in Jordanien und dem Libanon.

Widerstand und Demokratie vereinen

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Ergebnisse des Antiimperialistischen Sommerlagers, Assisi 2012

In Assisi, einer malerischen, mittelalterlichen Stadt, die symbolisch für die Suche nach Frieden und Freundschaft zwischen dem Islam und dem Christentum steht, trafen die Tahrir-Bewegungen, gegen die US-amerikanische Ordnung in der arabischen Welt, mit dem Volksprotest in Südeuropa, gegen die Aushungerungsprogramme der EU-Oligarchie, zusammen. Es war ein einzigartiges Zusammentreffen, das die überwältigenden Herausforderungen für die revolutionäre Bewegung ins Bewusstsein der Aktivisten rückte.

Ausweg für Syrien

„Antisemitismusjäger“ und Moslemhasser

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Von der Redaktion der intifada

Am 19. März 2012 stellte Dr. Susanne Winter, Abgeordnete der FPÖ, eine parlamentarische Anfrage an Bundeskanzler Faymann, in der sie die Publikation „Intifada – Zeitschrift für den antiimperialistischen Widerstand“ als „antisemitische Publikation“ bezeichnete und anfragte, ob diese öffentliche Fördergelder erhielte.

Wir stellen dazu fest: Frau Winter wurde wegen anti­islamischer Verhetzung rechtskräftig verurteilt. Sie hatte den Prophet Muhammad als „Kinderschänder“ bezeichnet. Wie viel Glaubwürdigkeit können ihre Versuche, sich als Vorkämpferin gegen rassistische Diskriminierung darzustellen, haben?

Eine Kämpferin für die Gerechtigkeit

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Wir trauern um unsere Genossin Margarete
Von der AIK

Margarete Gal hat ihr langes Leben dem Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung gewidmet. Sie kämpfte in unterschiedlichsten Zusammenhängen, doch konstant war ihr Engagement für Gerechtigkeit, Solidarität und die Würde des Menschen.

Geboren in eine sozialdemokratische, später kommunistische Familie, die im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv ist, wächst Margarete im politischen Kollektiv auf. Nach dem Krieg wird sie selbst Mitglied der Kommunistischen Partei, distanziert sich jedoch nach 1968 wieder. Ihr politischer Kampf geht weiter, in der Gewerkschaft, bei verschiedenen sozialen und politischen Bewegungen, bei den Grünen.

"Der Aufstand hat viele Verbote aufgehoben, doch der Kampf gegen das Regime geht weiter“

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Interview mit der Regisseurin Amal Ramsis
Von Ali Nasser

Auf Initiative des Österreichisch-Arabischen Kulturzentrums (OKAZ) in Wien – in Zusammenarbeit mit dem Afro-Asiatischen Institut Graz und dem Karl Renner-Institut Innsbruck – fanden im Zeitraum 5. bis 7. Oktober 2011 die Uraufführungen des ägyptischen Dokumentarfilms „Verboten“ in Anwesenheit der Regisseurin Amal Ramsis statt.

Verboten ist der vierte Film der ägyptischen Regisseurin und politischen Aktivistin, nach In Beirut gibt es doch Meer (1999), Nur Träume (2005) und Ein Leben (2008).

Kairo heute

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Zwischen Demos und Pharaonen
Von Margarethe Berger

Der jüngste Reiseführer von Elisabeth Gschaider führt uns in die Stadt am Nil, die, so die Autorin, durch die Revolution vor einem Jahr nur noch besuchenswerter geworden ist.

Schon Gschaiders Band über Bosnien hat interessierte, aber unkundige LeserInnen durch eine sorgfältig ausgewählte und, wie es scheint, liebevoll angeordnete Detailfülle bestochen und dazu angeregt hat, dorthin reisen zu wollen, wo garantiert kein Massentourismus zu finden ist. Eine ähnliche Wirkung erzielt sie mit ihrem neuen Werk über Kairo, das nur schwerlich als Reiseführer bezeichnet werden kann, sondern eher an einen geschliffenen Essay-Band erinnert.

Systemkritik und Persiflage

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Von Anna Maria Steiner

Mit „Ali Hassans Intrige“ ist erstmals ein Werk des syrischen Autors Nihad Siris ins Deutsche übersetzt. Gemäß seinem Originaltitel erweist sich der Roman als Gratwanderung zwischen Lärm und Stille.

"Reden und Reden ist zweierlei… Worte können dem Führer lobhudeln, aber Worte können auch die Wahrheit preisen."
Nihad Siris

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