Qandil Abdelhalim

Intervention zerstört Revolution

intifada 35
Warum die USA stattdessen einen geschwächten Assad bevorzugen würden
Von Abdel-Halim Qandil

Eine ausländische Intervention zu fordern dient dem Assad-Regime, verrät die revolutionäre Sache und bedroht Syrien mit Desintegration. Es ist nicht notwendig Syrien, sondern das Regime zu zerstören. Syrien soll sich danach gemäß den Vorstellungen seines Volkes, welches sich nach einer arabischen Heimat sehnt, erneut aus seiner Asche erheben. Abdel-Halim Qandil (Abdulhaleem Qandil) ist ein altgedienter ägyptischer Journalist und politischer Führer der Opposition. Er war einer der prominentesten Kritiker des Regimes von Mubarak. 2004 wurde er von Schlägern entführt, verprügelt und nackt in der Wüste am Stadtrand von Kairo zurückgelassen. Seine mutige Reaktion entzündete die Oppositionsbewegung „Kifaya“ („Es reicht“) ab 2005, von welcher er eine führende Persönlichkeit war. Nach dem Fall Mubaraks ist die linksnationalistische Nachrichtenagentur, bei der er mitarbeitet, erneut das Ziel der Zensur.

Geht die Krise in Syrien den Pfad eines libyschen Szenarios? Und bis zu welchem Grad bereiten die Sturheit und Gewalttätigkeit des Regimes ein offenes Tor für eine bewaffnete ausländische Intervention, welche die syrische Revolution in eine Tragödie verwandeln und das Überleben des syrischen Staates selbst gefährden würde?

Die Gefahr ist gegenwärtig, wenn auch unwahrscheinlich, da in Syrien das Öl fehlt – die Beute, welche die westliche Gier im Falle von Libyen und zuvor im Irak angezogen hatte.

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