Aburous Mohammad

Ein demokratischer Staat in Palästina

intifada 26
Die Haifa-Konferenz zur Einstaatenlösung
Von Mohammad Aburous

In Haifa fand ein außergewöhnliches Zusammentreffen statt. In dieser Stadt wurde eine Konferenz zur Frage der Einsaatenlösung abgehalten, die weit über die Region hinaus Ausstrahlungskraft hatte. Bloß eine weitere Gedenkveranstaltung zur Nakba oder eine Kurskorrektur der palästinensischen Befreiungsbewegung?

Ein Jahr nach dem Initialaufruf von Abnaa-el-Balad (arab. „Die Einheimischen“) und nach 6-monatiger Vorbereitung seitens der arabischen und antizionistischen Organisationen innerhalb Israels (des 1948 besetzten Teils Palästinas) fand am 20. und 21. Juni 2008 in der Hafenstadt Haifa die Konferenz unter dem Leitsatz "Für das Rückkehrrecht und einen demokratischen, säkularen Staat in Palästina" statt.

Zwei Baraks sind zwei zu viel

intifada 27
Palästina im Zeichen der amerikanischen Wahlen
Von Mohammad Aburous

Ein wichtiges Merkmal beim Wahlkampf Obamas war der Eindruck, dass er diesen gegen Georg Bush selbst und nicht gegen McCain geführt hatte. Da das Übel in der Figur Georg W. Bush personifiziert wurde, ist Erlösung mit denselben trügerischen Vereinfachungen an eine Person geknüpft: Die Person von Obama, seine Herkunft und sein Hintergrund sollen ein Gegenbild zu seinem Vorgänger abgeben.

Nach acht Jahren der Präsidentschaft von Bush, die von erfolglosen Kriegen und eskalierenden Wirtschaftskrisen gekennzeichnet sind, herrschte tatsächlich bei den US-amerikanischen Wählern eine Umbruchstimmung. Die Wahl Obamas stellt aufgrund seiner Person und seiner Hautfarbe eine Neuigkeit in der US-amerikanischen Geschichte dar. Ein symbolisches Ereignis, das einen Drang nach Änderung ausdrückt.

Zwischen Machtkampf und Ohnmacht

intifada 26
Zur Situation in Palästina
Von Mohammad Aburous

Der Ausbruch von tausenden Bewohnerinnen und Bewohnern des Gazastreifens Ende Januar 2008 hat die dortige Situation kurzfristig in die Schlagzeilen der westlichen Medien gebracht. Wenige Wochen später scheint die Sache schon wieder vergessen zu sein. Die Bevölkerung im Gazastreifen ist weiterhin eingeschlossen und ihre Lebenssituation hat sich nicht gebessert. Dennoch hat der Ausbruch für die Eingeschlossenen hohen symbolischen Wert. Die Frage ist, ob sich dadurch das politische Kräfteverhältnis verschoben hat.

Der "Waffenstillstand" zwischen der Widerstandsregierung im Gazastreifen und Israel ist das Ergebnis langer indirekter Verhandlungen, bei denen Ägypten eine Schlüsselrolle als Vermittler spielte und auf die Hamas-Führung erheblichen Druck ausübte. Obwohl die Vereinbarung – noch – gültig ist, hat sich am Alltag der Konfrontation nur wenig geändert.

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